Der Ort liegt etwas abseits der Straße, die wohl schon seit dem frühen Mittelalter von Passau nach Fürstenzell und von dort weiter nach Griesbach führt, dem Sitz des ehemals bayerischen Landgerichts. Der Name leitet sich nicht vom Vorkommen von Pilzen her. Die ursprüngliche Form hat „Pilligsweg“ gelautet und ist nicht eindeutig zu erklären.
Die Hofstelle war im 13. Jahrhundert im Besitz des Domkapitels von Passau. 1277 wurde sie an Magister Hartwig verkauft, der mit ihr und den umliegenden Höfen Edenweg, Walmberg und Großthann das von ihm gegründete Kloster Fürstenzell ausstattete.
Im Tal des Aushamer Baches entspringen an mehreren Stellen Quellen, deren Wasser Schwefelwasserstoff enthält. Lorenz Pilzweger, der Besitzer des Pilzweger-Hofes, hat dieses nach dem Vorbild des Bades in Höhenstadt zu nutzen verstanden und im Jahre 1829 die behördliche Genehmigung erwirkt, ein Heilbad und ein Gasthaus zu eröffnen. Die Badstube aus Holz, dazu ein Wirtschaftsgebäude und eine Kegelbahn, ließ er im Tal errichten, in der Nähe der Quelle, die heute den Namen „Viktoriabrunnen“ trägt. Im Jahre 1850 wurde die Badeanstalt in ein Nebengebäude es Pilzweger-Hofes verlegt, das man zu diesem Zweck umgebaut hatte.
Bis zum Jahre 1951 wechselte das Bad mehrmals den Besitzer. Zu dieser Zeit erwarb es die Familie Schroth, die es durch ihr Kurangebot – Anwendungen von Schwefelwasser, Moorbädern und –packungen, Krankengymnastik und Bewegungstherapie – in einer ländlich-ruhigen Umgebung zu einer neuen Blüte führte.
