Hinter dieser Bezeichnung die aus dem italienischen saletta – kleiner Saal abgeleitet ist und im bayerisch-österreichischen Raum eine Gartenlaube bezeichnet, verbirgt sich der barocke Gartenpavillon des Zisterzienserklosters Fürstenzell. Mit seiner Wiederherstellung zu seiner ursprünglichen Schönheit war eigentlich nicht mehr zu rechnen. 1930 war der halb verfallenen Pavillon in ein zweigeschossiges Wohnhaus ausgebaut worden, das nach dem Zweiten Weltkrieg vielen Flüchtlingsfamilien eine erste Bleibe war; in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts aber war es endgültig zu einem „Armenhaus“ verkommen und stand vor dem Abriss. Mit Hilfe öffentlicher Mittel und einem erheblichen Beitrag des Marktes Fürstenzell konnte aber in den Jahren 1999 bis 2002 das ursprüngliche Erscheinungsbild außen und innen wieder hergestellt werden. Die Fresken des Johann Jakob Zeiller – Architekturmalerei, Phantasielandschaften, Atlanten und Musikanten sowie „Die Vier Jahreszeiten“ - wurden freigelegt und fehlende Partien durch den Maler Hermenegild Peiker aus Augsburg ergänzt. Leider ist der architektonische Zusammenhang des Salettls mit der übrigen Klosteranlage nicht mehr gegeben.
